1) Eile, Herr, mein Herz zu stärken,
mache mein Vertrauen groß,
und in allen meinen Werken
mich von trübem Kleinmut los!
Reiche, wenn mich Sorgen kränken,
Gott, mir deine Vaterhand.
Mache durch vernünftig' Denken
mich mit dir und mir bekannt.
2) Frei von ängstlichen Gedanken,
will ich deiner Güte traun,
und, wenn alle...
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1) Eilend fleucht die Gnadenzeit,
da nunmehr des Tages Stunden
in dem Meer der Ewigkeit,
als ein Strom sich eingefunden.
Seele, hör, dein Richter frägt,
wie der Tag zurückgelegt?
2) König, Schöpfer, Herr der Welt,
den nur reine Geister ehren,
dem kein gottlos Tun gefällt.
Leider, muss mein Herz mich lehren,
dass im...
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1) Eilet fort, denn die Zeit unsres Lebens vergeht;
Schnell fliehet sie dahin.
Eilet fort auf der Bahn, die zum Himmel eingeht,
folgt treulich Jesu Sinn!
Ref.: Kommt, Brüder, kommt, wir eilen fort
der Heimat droben zu!
O sehet ihr nicht den schönen Himmelsort
dort in der ew'gen Ruh?
2) Kämpfet treu allezeit für den Herrn und...
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1) Eilt zueinander und jauchzet: der Herr ist erstanden.
Sucht ihn im Grabe nicht mehr, wo er nicht mehr vorhanden.
Wie er gelehrt,
so ist er wiedergekehrt,
frei von der Todesmacht Banden.
2) Weil du, Gekreuzigter, lebest, so werden wir leben;
wie du erhoben bist, wirst du die Deinen erheben.
Fliehe denn, Schmerz!
Heute muss jegliches...
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1) Ein Abgrund hat sich aufgetan
dem Auge meiner Seele.
Verdorrt steht meines Lebens Bahn,
wie ich es mir verhehle.
Doch Wahrheit alle Schleier bricht,
weh mir, die Liebe hab ich nicht!
2) Hat sich mein Herz so manches Mal
verzweifelnd dran gehangen,
wenn meine Sünden ohne Zahl
gespenstisch auf mich drangen:
es ist doch wahr, es ist...
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1) Das alte Lebensjahr entschwand, das neue Jahr bricht ein.
O, lass es, Herr, für Stadt und Land ein Jahr des Segens sein!
Ref.: Ein neues Jahr, ein frohes Jahr bricht über uns herein.
Mach es zum Segen immerdar, o Herr, für Groß und Klein!
2) Mit deinen Freuden, Lust und Pein leb wohl, du altes Jahr!
Lass, Herr, das neue schöner...
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1) Ein Aug, das nur auf Eitles sieht,
verlässet seine Gnade;
die Gnade weicht, das Eitle flieht,
das ist dann zweimal Schade.
Nichts Eitles kann mir ewig sein;
und acht ich Gnade nicht für mein,
was hat hernach die Seele?
2) Gott hat uns Gnade zugedacht,
der Sohn hat sie erworben,
der Geist hat sie ans Herz gebracht;
wie arg...
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1) Ein Ausblick in die Ferne
der lichten Ewigkeit
macht, dass ich Vorsicht lerne
in dem Gebrauch der Zeit.
Wie bald ist viel verloren,
wie leicht das Heil verscherzt,
das mich wie andre Toren
zu spät am Ende schmerzt.
2) In den Zerstreuungsstunden,
die nach der Weltart sind,
holt man oft tiefe Wunden
und wird am Geiste blind;
man...
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1) Ein bunter Regenbogen
ist übers Land gezogen.
Die Sonne scheint aufs Gras,
das noch vom Regen nass.
2) Ein bunter Regenbogen
ist über's Land gezogen.
Und alle bleiben stehn,
um ihn sich anzusehn.
3) Ein bunter Regenbogen
ist über's Land gezogen,
damit ihr's alle wisst,
dass Gott uns nicht vergisst.
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1) Ein Christ muss weiter denken
und sein Herz höher lenken
als auf die Sterblichkeit.
Dass ihm ein ander' Leben
nach diesem wird gegeben
in ungeendter Ewigkeit.
2) Selbst das Gewissen lehret
und innerlich bewehret,
dass noch ein Leben sei,
dass aller Menschen Seelen
nach dieses Körpers Höhlen
sein alles Unterganges frei.
3)...
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